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Hallo,
ich halte diesen Schritt für nicht richtig, er passt auch, nach Inkrafttreten der UNO-Konvention, die behinderten Kindern ein Recht auf Unterricht in Regelschulen zubilligt, nicht mehr in "unsere neue Zeitrechnung", in der es nicht mehr um Integration, sondern um Inklusiongehen soll. In Zukunft muss es so sein, dass die Förderung dem Kind folgt und nicht das Kind seiner Behinderung entsprechend "in ein Schächtelchen getan wird". Ich selbst bin nunmehr seit 12 Jahren Sonderschullehrer. Seit diesem Schuljahr arbeite ich in der SEK I im GU. Ich habe mich sehr bewusst für dieses Arbeitsfeld entschieden, da ich als Sonderschullehrer für Erziehungsschwierige und Lernbehinderte (so waren einmal die Bezeichnungen) die Überzeugung erlangt habe, dass sich i.d.R. die separierte Beschulung dieser Schülergruppen verbietet. Die Gruppe der Sprachbehinderten möchte ich hier hinzurechnen.80 % der Förderschüler erlangen derzeit keinen Hauptschulabschluss, haben nach Beendigung ihrer Schulpflichtzeit also keinen Zugang zum 1.Arbeitsmarkt. Da ihr Lern-, bzw. auch ihr Lebensumfeld über weite Wegstrecken ihres Lebens ein Schonraum war, haben sie es bis dahin kaum "lernen" können, mit der "Lebenswirklichkeit" umzugehen. Wahrscheinlich ist dies auch kaum gewollt, denn ehemals Förderschüler gehen nach der schule zumeist in Werkstätten über oder werden noch einige Zeit im "Übergangssystem geparkt", bevor sie dann doch in ein "betreutes Umfeld" übergehen. Oft werden Behinderte durch die vorherrschenden Strukturen "behindert" gemacht, bzw. auf diese Rolle festgelegt. Meiner Überzeugung nach braucht es hier ganz schnell ein Umsteuerrn. Wir brauchen keine Neuerrichtung von Förderschulen, Förderschulen müssen ihre Schüler sukkzessive in den GU abgeben. Hierfür müssen Lehrerstellen aus den bestehenden Förderschulen in die Regelschule gehen, damit diese Arbeit auch geleistet werden kann. Echte Prävention ist es, wenn ein Kind nicht erst durch die "defizitorientierte Brille" ausgemustert wird, um dann nach dieser Mißerfolgserfahrung nicht mehr "dazu zugehören", wieder im Schonraum aufgebaut zu werden. Die bestehende Schulstruktur ist nachweislich weder begabungsgerecht noch ist sie förderlich, wenn man dem Anspruch der individuellen Förderung tatsächlich verfolgen möchte. Das braucht´s:Förderschullehrer von den Förderschulen in das Regelschulsystem, Lehrerausbildung verändern => jeder Lehrer lernt auch Sonderpädagogik,Fortbildung der bestehenden Lehrkräfte, Förderschulen als Schulen ohne Schüler mit der Aufgabe Lehrer und Schulen bei der individuellen Förderung von Schülern zu unterstützen. Schade, die Millionen für die Neuerrichtung dieser neuen Schule hätte ich gerne in dem weiteren Ausbau des Gu´s gesehen. Die Vorstellung, dass Bonner Kinder dort mittels Schülerspezialverkehr alltäglich hingekarrt werden, betrübt mich sehr.
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